Projektseite Blaues Band

Informationsveranstaltung:

Renaturierungsmaßnahmen an der Weser bei Schlüsselburg und Jössen geplant – Pläne werden öffentlich vorgestellt

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Verden plant in Abstimmung mit dem Land NRW die Uferabschnitte der Weser bei Schlüsselburg und Jössen ökologisch aufzuwerten.

Das WSA Verden möchte diese Renaturierungsmaßnahmen gerne der Öffentlichkeit vorstellen. Es lädt daher alle, die aus ökologischen, sportlichen, wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen oder sonstigen Gründen an der Wasserstraße Weser interessiert sind, zu einer Informationsveranstaltung
am Dienstag, den 13.03.18 um 19 Uhr im Restaurant Pirandello, Loccumer Str. 35 in Leese ein.

„Ihre Meinung interessiert uns“, so Thomas Rumpf, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden. „Die Maßnahmen sind so geplant, dass sie die Interessen von Anglern und Wassersportlern berücksichtigen und Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Nutzung angrenzender Flächen vermieden werden.“

Wehr Schlüsselburg (WSA Verden)

Zu den Projekten:
In Schlüsselburg plant das WSA am rechten Weserufer unmittelbar unterhalb des Wehres auf einer Strecke von gut einem Kilometer Buhnen mit Kerben zu versehen. Vor allem Jungfische, die auf strömungsberuhigte, ufernahe Bereiche angewiesen sind, profitieren von den besser verbundenen Buhnenfeldern. Durch Entfernen der Ufersicherung, Einbringen von Totholz und Förderung eines natürlichen Uferbewuchses, kann die ökologische Qualität der Uferlebensräume in den Buhnenfeldern weiter erhöht werden.

Im zweiten Teilprojekt plant das WSA zwei bereits im Gelände gegenüber der Ortschaft Jössen vorhandene Hochflutrinnen an die Weser anzuschließen. Die Rinnen führen bislang nur selten Wasser, da eine Verbindung zum Fluss fehlt. Die Rinnen sollen als typische wechselfeuchte Lebensräume der Aue für Amphibien und verschiedene Vogelarten aufgewertet werden. Bei höheren Wasserständen werden sie auch für Fische erreichbar. Auch an diesem, etwa 1,4 Kilometer langen Abschnitt will das Projektteam um Thomas Lippel, Totholz in die Weser einbringen und eine naturnahe Ufervegetation aus Weiden, Schilf und Hochstauden aufwachsen lassen.

Hintergrund zum Bundesprogramm Blaues Band Deutschland
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit haben gemeinsam das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ (BBD) erarbeitet. Im Mai 2017 hat der Deutsche Bundestag das Programm beschlossen.
Damit soll in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verstärkt in die Renaturierung von Bundeswasserstraßen und Auen investiert und neue Akzente in Natur- und Gewässerschutz, Hochwasservorsorge sowie Wassertourismus, Freizeitsport und Erholung gesetzt werden (www.blaues-band.bund.de). Die
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist zusammen mit weiteren Institutionen mit der Umsetzung des Bundesprogramms beauftragt. Die aktuellen Maßnahmen laufen als Modellprojekte im Vorgriff auf das Bundesprogramm. Offizieller Start ist ab 2020.