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Modellprojekt Kühkopf-Knoblochsaue

Das Modellprojekt unterstützt mit der Herstellung der natürlichen Uferböschung verschiedene naturschutzfachliche Erhaltungs- und Entwicklungsziele des Schutzgebietes Kühkopf-Knoblochsaue (NSG/NATURA2000).

Modellprojekt "Uferrenaturierung Kühkopf-Knoblochsaue"

Das Ziel

Die Entsteinung bewirkt, dass sich das Ufer eigendynamisch entwickeln kann. Es bildet sich allmählich eine strukturreiche Böschung heraus mit neuen Lebensräumen für Flora und Fauna. Vorzugsweise brüten oder nisten darin spezialisierte und daher häufig seltene Arten. Dazu zählen verschiedene Wildbienenarten oder auch der Eisvogel. Mit dieser Maßnahme kann sich auch die typische Vegetation der Weichholzaue, vornehmlich Weidengebüsche, wieder ausbreiten.


Die Lage

“Kühkopf-Knoblochsaue“ ist der Name von Hessens größtem Naturschutzgebiet. Die urwüchsige Flussauenlandschaft am hessischen Oberrhein ist gleichzeitig Teil des EU-Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Das Modellprojekt liegt zwischen Rhein-Km 474,0 und Rhein-Km 476,5 auf der rechten Uferseite zwischen dem Stockstadt-Erfelder Altrhein im Süden und dem Schusterwörther Altrhein im Norden. Angrenzend an ca. 600 m unbefestigtes Ufer folgt stromaufwärts ein Uferabschnitt, dessen Befestigung bereits teilweise zurück gebaut wurde. Noch übrig gebliebene Befestigungen unter der Mittelwasserlinie kennzeichnen den Bereich. Darauf folgt ein Abschnitt mit Steinschüttungen, die bis zu einem Meter hoch sind.

Die Maßnahmen

Stromaufwärts wurde die Befestigung eines Uferabschnittes bereits teilweise zurück gebaut. Die noch vorhandenen Befestigungen unterhalb der Mittelwasserlinie sollen ebenfalls entfernt werden, um wieder eine naturnahe Entwicklung der Uferlinie und der Vegetation zuzulassen.
Das bis zu einem Meter mit Schüttsteinen bedeckte und zum Teil mit altem Deckwerk verbaute Ufer soll oberhalb und unterhalb der Mittelwasserlinie entsteint werden.
Um den Übergangsbereich zum anschließenden befestigten Ufer außerhalb des Projektgebietes zu stabilisieren, soll das Ufer hier mit technisch-biologischen Maßnahmen - wie beispielsweise fest eingebauten Baumstämmen - gestaltet werden.

Die Projektpartner

Projektträger
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt
Mannheim
C8, 3
68159 Mannheim
wsa-mannheim@wsv.bund.de

Kooperationspartner

Regierungspräsidium Darmstadt,
- Abteilung Landwirtschaft, Weinbau, Forsten, Natur- und Verbraucherschutz -

Wissenschaftliche Berater

Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe
Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz

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