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Modellprojekt "Nebenarm Unterweser"

Wesentliches Ziel des Modellprojektes ist die Reaktivierung des verschlickten Weser-Nebenarmes.

Unterweser

Das Ziel

Wesentliches Ziel des Modellprojektes ist die Reaktivierung des verschlickten Weser-Nebenarmes.

Um wieder eine möglichst dauerhafte Durchströmung zu erreichen, soll die Selbsträumkraft des Gewässers gestärkt werden. So wird auch die Sauerstoffversorgung im Gewässer deutlich verbessert. Hiervon profitieren vor allem verschiedene Fischarten und Kleinlebewesen, die auf eine Durchwanderbarkeit des Gewässers angewiesen sind.

Darüber hinaus werden naturnahe Uferstrukturen wie überströmte Flachwasserbereiche geschaffen, die heute weitgehend fehlen. Durch die verbesserte Verzahnung von Wasserkörper, Ufer und Auenbereichen kann sich die typische Lebensraumvielfalt mit Ruhe-, Fortpflanzungs- und Aufwachshabitaten für zahlreiche Tierarten wieder einstellen.

Die Lage

Nördlich von Bremen zweigt bei Weser-km 33 ein Nebenarm von der Hauptstrecke der Unterweser ab. Beide Gewässerteile sind Bundeswasserstraßen, der rechte Arm ist allerdings ohne verkehrliche Bedeutung. Dieser
rund 12 km lange „Rechte Nebenarm Unterweser“ ist als sogenanntes Übergangsgewässer tidebeeinflusst und von Marschland umgeben. Er umfließt die langgestreckte Fluss insel Harriersand und mündet nördlich von Brake bei Weser-km 44 wieder in den Hauptstrom ein.

Durch Sedimentablagerungen konnte der „Rechte Nebenarm Unterweser“ nur noch teilweise durchströmt werden und hat so weitgehend seine hydraulische Leistungsfähigkeit und damit auch wichtige Biotop- und Habitatqualitäten eingebüßt.

Die Maßnahme

Das Projekt ist eine einzigartige, großräumige Maßnahme im tidebeeinflussten Bereich der Weser. Durch Baggerungen wird die Einströmung von Wasser in den weitgehend abgetrennten Nebenarm ermöglicht und die Selbsträumkraft des Gewässers schrittweise gestärkt, bis der Nebenarm wieder vollständig durchströmt wird.

Die Entnahme aufgelandeter Sedimente im Uferbereich fördert auch die natürliche Dynamik des Nebenarmes in die Aue hinein. Bei Bedarf werden Schadstoffaltlasten in den entnommenen Sedimentschichten saniert. Mit der
Maßnahme ist im Jahr 2016 begonnen worden. Sie wird voraussichtlich bis 2020 abgeschlossen sein.

Die Projektpartner

  • Projektträger
    Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven (Projektleitung)
    Am Alten Vorhafen 1
    27568 Bremerhaven
    wsa-bremerhaven@wsv.bund.de
  • Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremen
    Franziuseck 5
    28199 Bremen
    wsa-bremen@wsv.bund.de

Kooperationspartner

  • Landkreis Osterholz
  • Landkreis Cuxhaven
  • Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft,
  • Küsten- und Naturschutz (NLWKN

Wissenschaftliche Berater

  • Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz