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Uferrenaturierung Monsterloch

Projektgebiet

Das Projekt Monsterloch umfasst das Ufer und Teile der Aue zwischen Rhein-km 397,5 und 403,0 auf der rechten Uferseite in Baden-Württemberg gegenüber der Stadt Speyer. Das Projektgebiet befindet sich im Naturschutzgebiet „Hockenheimer Rheinbogen“ und ist Teil des EU-Schutzgebietsnetzes Natura 2000.
Die Uferböschung entlang dieser Rheinstrecke wurde vornehmlich durch Pflastersteine befestigt. Innerhalb des Projektgebietes befinden sich Flutrinnen, Gräben, Altwasser sowie ein Baggersee, der regelmäßig Sauerstoffdefizite aufweist. Die wasserführenden Strukturen werden lediglich bei Hochwasser durchströmt.

Ziele

Durch das Projekt „Uferrenaturierung Monsterloch“ sollen Lebensraumtypen und Arten der europäischen Naturschutz-Richtlinien (FFH-/Vogelschutz-RL) in den Gebieten „Rheinniederung von Philippsburg bis Mannheim“ und „Rheinniederung Altlußheim-Mannheim“ sowie die Schutzgüter des Naturschutzgebiets „Hockenheimer Rheinbogen“ in besonderem Maße gefördert werden.

Das Projekt „Monsterloch“ zielt darauf ab, die im Projektgebiet vorkommenden geschützten Lebensraumtypen und Arten zu fördern. Die Vielfalt der Auenlebensräume wird erhöht.
Dauerhaft durchströmte Auengewässer werden von Jungfischen benötigt und dienen Fischen als Laichgewässer. In diesem Rheinabschnitt sind sie sehr selten.

Blick auf einen See (Abgrabungsgewässer) Das „Monsterloch“ – die namensgebende Kiesabgrabung. Quelle: WSV

Maßnahmen

Die Mindestwasserführung der Auengewässer bei Niedrigwasser soll erhöht und die Durchströmung des Baggersees verbessert werden. Die Maßnahmen in der Aue sollen dazu beitragen, dass die vorhandenen aktuell hauptsächlich bei Hochwasser durchströmten Flutrinnen, Gräben, Altwasser und der Baggersee auch bei Niedrigwasser durchflossen werden.

Rinnenartige Struktur in der Aue, die nur noch mittig leicht Wasser führt. Trockenfallende Schlut ohne Anbindung an den Hauptstrom. Quelle: WSV

Dazu sind mehrere Durchlassbauwerke durch Überquerungen oder Furten zu ersetzen und Flutrinnen zu vertiefen. Damit die untereinander verbundenen Auengewässer besser an den Wasserstand des Rheines angeschlossen werden, werden die Ein- und Auslassbauwerke am Rhein-Hauptstrom umgebaut.
Es wird geprüft, ob Abschnitte der zu vertiefenden Strukturen mit technisch-biologischen Maßnahmen zu stabilisieren sind.

Stark verbauter Rheinabschnitt mit verrohrten Einlaufbereich im Ufer. Vor dem Einlaufbereich hat sich Totholz angesammelt. Verklausung vor Querbauwerk im Einlaufbereich des Altarms. Quelle: WSV

Finanzierung

Die Finanzierung des Projektes soll aus den Investitionsmitteln des BMDV erfolgen und im Rahmen des Auenförderprogramms durch Investitionsmittel für das „Bundesprogramm Blaues Band Deutschland“ ergänzt werden.